Sibyl­le Zettler

Thea­ter für Kinder

Den ers­ten Besuch im Thea­ter für Kin­der wer­de ich nicht ver­ges­sen. Mit mei­ner klei­nen Toch­ter besuch­te ich die Insze­nie­rung der Zau­ber­flö­te – wir waren bei­de wie ver­zau­bert. Das Allee Thea­ter beher­bergt seit 1968 das Thea­ter für Kin­der und insze­niert mit viel Lie­be Schau­spiel- und Opern­klas­si­ker für die Jüngs­ten. In einem Meer von gol­de­nen Stüh­len zu sit­zen, war­tend, dass der Vor­hang auf­geht und man in eine frem­de Welt mit­ge­nom­men wird – das ist ein unver­gess­li­ches Erleb­nis, was bleibt. Für mich ist die­ses klei­ne Thea­ter ein Her­zens­ort, der den Klei­nen und auch den Gro­ßen fehlt.

»Die Freu­de an dem Pro­jekt und das gemein­sa­me Wach­sen der Grup­pe war dafür umso toller.«

Moti­va­ti­on. erkennt­nis. Perspektive. 

Die Idee, Selbst­por­traits an momen­tan nicht zugäng­li­chen Orten zu insze­nie­ren, fand ich groß­ar­tig. Für uns alle ist es ein Her­zens­pro­jekt gewor­den und wir haben alles dar­an gesetzt, unse­re Lit­faß­säu­len-Aus­stel­lung zu rea­li­sie­ren. Es waren auf­re­gen­de und emo­tio­na­le Wochen für mich. Neben der Orga­ni­sa­ti­on und Pro­jekt­be­treu­ung auch mei­ne eige­nen Foto­ideen zu rea­li­sie­ren, war manch­mal zeit­lich nicht so ein­fach. Auch die Sor­gen, ob alles finan­ziert wer­den kann und ob wir es zeit­lich schaf­fen, ver­lang­te star­ke Ner­ven. Die Freu­de an dem Pro­jekt und das gemein­sa­me Wach­sen der Grup­pe war dafür umso tol­ler. Gemein­sam etwas auf den Weg zu brin­gen und für einen Moment kei­ne Ein­zel­kämp­fe­rin zu sein, tat gut. Wir sind alle von der Pan­de­mie betrof­fen und haben mit den Aus­wir­kun­gen zu kämp­fen. Neben dem sich selbst moti­vie­ren und Durch­hal­ten, ist es wich­tig, Neu­es zu ver­su­chen und ande­re Wege zu gehen. Mehr För­de­rung für künst­le­ri­sche Pro­jek­te wäre gut. Neben finan­zi­el­len Hil­fen ist das krea­ti­ve Arbei­ten gera­de jetzt unglaub­lich wich­tig. 

Wei­te­re Her­zens­or­te von
Sibyl­le Zettler