Val­es­ka Achenbach

Ham­bur­ger Fischmarkt

Der Ham­bur­ger Fisch­markt – mein Her­zens­ort, mei­ne zwei­te Hei­mat. Mir fehlt das leben­di­ge Trei­ben am frü­hen Sonn­tag­mor­gen, der Geruch von fri­schem Fisch, das lau­te Schrei­en der Ver­käu­fer, wie Aale-Die­ter, der seit über 60 Jah­ren jeden Sonn­tag dort ist – eine Fisch­markt-Legen­de. Ich ver­mis­se das Geräusch der Kapel­le in der Fisch­auk­ti­ons­hal­le, die feucht­fröh­li­chen Partygänger:innen, die früh auf­ge­stan­de­nen Obstkäufer:innen, die sich mit ihren gefüll­ten Tüten durch die Men­ge schie­ben. Die vie­len Schick­sa­le der ein­zel­nen klei­nen Verkäufer:innen, Budenbesitzer:innen, die an die­sem Event hän­gen – sie alle brau­chen ein Gesicht.

»Die vie­len Schick­sa­le der ein­zel­nen klei­nen Verkäufer:innen, Budenbesitzer:innen, die an die­sem Event hän­gen – sie alle brau­chen ein Gesicht.«

Mei­ne Motivation

Tol­le Idee – dach­te ich sofort, als ich vom Pro­jekt hör­te – da möch­te ich dabei sein. Mei­ne Idee, mich in einem gol­de­nen Glit­zer­kleid zu insze­nie­ren, ent­stand schnell in mei­nem Kopf. Das Gold soll Hoff­nung schen­ken und an das »Fun­keln« von Vor­stel­lun­gen erin­nern. Mein Gesicht woll­te ich nicht zei­gen, da ich mich stell­ver­tre­tend für alle Krea­ti­ven insze­nie­ren wollte.

Mei­ne Erkenntnis

Es fühlt sich wahn­sin­nig gut an, gemein­sam etwas zu bewe­gen und die­se, für uns alle so tris­te und schwie­ri­ge Zeit, mit Leben zu fül­len. Gemein­schaft­lich an einem Pro­jekt zu arbei­ten, das sich gut anfühlt, Sinn macht, eine Per­spek­ti­ve bie­tet, unter­stützt und noch dazu Spass macht – per­fekt! Bewe­gung statt Stillstand.

Mei­ne Perspektive

Ich wün­sche mir, dass wir den Hamburger:innen ein klei­nes Lächeln ins Gesicht zau­bern, den Kul­tur­stät­ten Auf­merk­sam­keit schen­ken und die Poli­tik wach­rüt­teln. Wir alle sind wich­tig, jeder ein­zel­ne unter­stüt­zens­wert. »Kul­tur ist nicht alles – aber ohne Kul­tur ist alles nichts.« Lasst uns gemein­sam ein wert­vol­ler Teil davon bleiben.

Wei­te­re Her­zens­or­te von
Val­es­ka Achenbach